Sonntag, 5. April 2020, 11:00 - 12:00 Uhr

Den Mut finden, auf andere und auf Christus neu zuzugehen:
Am Sonntag Palmarum gedenken wir beim Gottesdienst in Jakobi des Einzuges Jesu in Jerusalem, wo er von einer jubelnden Bevölkerung begrüßt wurde. Die Menschen hieben Palmenzweige ab und legten sie unter Jesu Füße.
Wenn wir in singender Weise mit den alten Worten des „Benedictus qui venit in nomine Domini“ (Gesegnet sei der, der da kommt im Namen des Herrn) und mit Palmenzweigen in unseren Händen in der Kirche Christus in einer Prozession „entgegengehen“, dann ist das eine Einübung und geistliche Exerzitie, um auch in unserem Leben unsere Schritte IHM und unseren Mitmenschen entgegenzulenken.
Übrigens: Die Palmenzweige werden traditionell mit nach Hause genommen und dort hinter eine Ikone oder ein Kruzifix (Kreuz mit Figur des Gekreuzigten, sehr katholisch!) gesteckt. In protestantischen Häusern wird man wohl eher ein schlichtes Kreuz finden, hinter das man die Palmenzweige stecken kann. Dort verbleiben sie bis zum nächsten Aschermittwoch und werden dann zu Asche verbrannt. Diese Asche wird - als Symbol der Vergänglichkeit des Menschen, aber auch als Hoffnungszeichen des auferstandenen Christus - in der Taizéandacht um 19 Uhr an Aschermittwoch in der Jakobikirche als Aschekreuz den Gläubigen auf die Stirn gezeichnet, mit einem besonderen Segen für die Passionszeit.

Mitwirkende
Pastorin Sabine Klatt
Ort
Jakobikirche, Knooper Weg, Kiel, Deutschland
Preis
Kollekte erbeten