jeden Mittwoch
Jakobikirche
18 Uhr Kirche in Stille
19 Uhr Taizégebet

Seit dem Jahr 2000 gibt es nun Taizé-Andachten in der Jakobi-Kirche, anfangs monatlich und seit dem „11. September“ wöchentlich.
Was sich aus der Idee und  der Initiative einer Handvoll  Menschen entwickelt hat, kann man an jedem Mittwochabend in unserer Kirche miterleben: Saßen anfangs nur 3-10 Leute in den Reihen, sind inzwischen die Kirchenbänke gut gefüllt, die Andacht weit über unsere Gemeinde- und Konfessionsgrenzen bekannt.
Ganz nach der Vision Frère Rogers, dem Gründer der Gemeinschaft von Taizé, sitzen mittwochs Protestanten,
Katholiken, Baptisten, Pfingstler und
Suchende einträchtig nebeneinander und tauchen in die ganz besondere Atmosphäre ein. Sie singen, beten und schweigen gemeinsam und wissen sich in einer Gemeinschaft, einer
Gemeinschaft in Kiel und der weltweiten Gemeinschaft der „Taizéianer“. Sie wissen, sie müssen nichts leisten, sondern können kommen um aufzuatmen, sie können kommen wie sie sind, jeder ist genauso wertvoll wie der andere. Ein Symbol dafür ist die Kerze, die sich jeder am Eingang nimmt und sie angezündet zu seinem Platz trägt: Ist die Kirche anfangs noch recht dunkel, erhellt sie jeder der kommt durch sein Licht und das Licht der Kerze in seiner Hand ein wenig mehr.
In der Taizé-Andacht gibt es keine Predigt, es wird hauptsächlich gesungen. Die Lieder der Brüder aus Taizé sind kurz und schnell zu erlernen und werden wieder und wieder wiederholt  und wenn man sich darauf einlässt und sie im Herzen verinnerlicht hat (sprich sie ohne Nachdenken singen kann) stellt sich schnell ein tiefe und beruhigende Art der Meditation ein. Denn auch das soll die Andacht sein: Oase der Ruhe und Besinnung im Meer des Alltags. Und sie soll Anstöße für den eigenen Glauben geben, ganz sanft, ganz behutsam, ohne zu vereinnahmen. Bei uns hat jeder soviel Zeit, wie er braucht, soviel Glaube, wie er kann, soviel Kontakt, wie er möchte. Niemand wird in Jakobi vereinnahmt oder in ein starres Dogma gezwungen, denn wir alle sind gemeinsam unterwegs auf dem Pilgerweg des Vertrauens.