kompromisslos menschlich

Geistliche Einordnung zum Albert-Schweitzer-Tag am 1. Juni

 

 

 

 

Medizin? Orgelspiel? Theologie? Diese Mixtur hat einen Namen: Albert Schweitzer. Die Kinderdörfer und Familienwerke, die seinen Namen tragen, haben ihm einen Tag geschenkt, den 1. Juni. Der Tag erinnert an einen Theologen, der weniger durch gelehrte Abhandlungen als durch seine kompromisslose Menschlichkeit wirkte. Schweitzers Denken ist theologisch, aber es atmet, bewegt sich, packt an. Er misstraute dem Glauben, der nicht zugleich Verantwortung hervorbringt. Für ihn war Christsein kein Bekenntnis, sondern ein Lebensstil, gespeist aus der radikalen Botschaft Jesu. Hab Achtung vor jedem Wesen, das leben will. 

In einer Welt ökologischer Kipppunkte und sozialer Erschöpfung wirkt Schweizers Ansatz wie ein Weckruf. Seine Ehrfurcht umfasst Menschen, Tiere, Natur - ein weites, nicht behütetes Feld von Verantwortung. Er entwirft damit ein Lebensbild, das zugleich ökologisch, menschenfreundlich und zutiefst christlich ist. Ein Glaube, der schützt statt herrscht, der heilt statt urteilt.Der Albert-Schweitzer-Tag lädt uns ein, diese Haltung neu zu üben. Schweitzer bleibt glaubwürdig, weil seine Frömmigkeit nicht abgehoben, sondern handfest ist. Auch wir können, beim Einkaufen angefangen, entscheiden, ob wir umweltbewusst handeln oder nicht. Auch wir können für kleine Strecken das Rad nehmen oder das Auto. Manchmal haben wir mehr in der Hand, als uns bewusst ist. Einige Dinge sind ganz einfach „Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit“ ist z. B. so ein Leitsatz von ihm. Oder: „Das Mitfühlen ist es, was den Menschen erst wirklich zum Menschen macht.“ Der historische Jesus, an dem er so geforscht hat, würde bestimmt zustimmen ; )

 


Einen sonnigen Sommermonat wünscht Ihnen 

Ihre Pastorin Sabine Klatt

 

 

 

ukrainische Flagge mit Text: Stand with Ukraine, Pray forPeace
In unseren Gottesdiensten beten wir für Frieden, Vergebung, Versöhnung. Immer.
Das ist nicht naiv und macht uns auch
nicht blind.
Krieg kennt nur Opfer, immer auf
beiden Seiten.
Für sie beten wir, wollen und werden aber auch nicht vergessen, wer der
Agressor ist.
Dies ist Putins Krieg!

   Glaube, Liebe, Hoffnung