Passion - mit Leidenschaft für das Leben

Geistliche Einordnung zur Fastenzeit

 


Und da ist sie wieder. Die Zeit vor Ostern. Die Zeit nach Aschermittwoch. Die Fastenzeit. Mit 7- Wochen „ohne“. Mit den Leiden des Verzichtens. Eben Passionszeit. ODER? 

Ich bin ja passionierter Gitarrenspieler. Kein Profi, eher ein Amateur. Zu Deutsch: Liebhaber.  Hören Sie nicht auch die „amore“ im „Amateur“? Aber wie passt dazu, dass ich Saiten klingen lasse? So passt es: Ich spiele leidenschaftlich, mit Herz. Aber nicht so, dass andere darunter leiden müssten (das ist jedenfalls nicht meine Absicht).

Mit der Passionszeit ist es ebenso: Wir sollen gar nicht leiden. Sondern die Leidenschaft Jesu bedenken, mit der er die Liebe und das nahe Reich Gottes verkündet hat! Dass seine Leidenschaft für das Leben nach Gottes Gebot und Verheißung ihm Leiden schuf, das hat er geahnt und in Kauf genommen. Seine Absicht war das nicht. Jesus hat sich nicht zur Kreuzigung vorgedrängelt. Er bat Gott im Gebet noch, dass der bittere Kelch des Leids an ihm vorüberginge. Doch Jesus wich dem Leid als Konsequenz seiner Liebe auch nicht aus. Er stellte sich vor seine Freundinnen und Freunde und ließ sich lieber selbst gefangen nehmen, als dass er sie für sich kämpfen ließ (Anklage: Aufruhr und Widerstand gegen Rom).

In der Nachfolge dieser Jüngerinnen und Jünger bin ich dankbar. Für die Konsequenz der Liebe. Für Jesu Botschaft, die zu Ostern allen gezeigt hat, was sie wert ist: Sie ist auferstanden aus den Tiefen von Leid und Tod. Ja, im Auferstandenen ist es Gott, der uns sagt: „Ich bin es, fürchtet euch nicht. Ich lebe und ihr sollt auch leben!“

Darauf will ich mich vorbereiten: 7 Wochen mit Mitgefühl – ohne Härte. Ich will diese Passionszeit wieder neue Lieder auf der Gitarre erlernen, aus dem kommenden neuen Gesangbuch. Mit Leidenschaft und fröhlich. Oder „Tochter Zion“ schmettern. Lebendig und hoffnungsvoll. Ohne über das Leid in der Welt zu schweigen. Denn der König meines Herzens kommt. Halleluja!

 


Eine fröhliche Passionszeit wünscht Ihnen, Ihr Pastor Martin Gregor.

 

 

 

 

 

ukrainische Flagge mit Text: Stand with Ukraine, Pray forPeace
In unseren Gottesdiensten beten wir für Frieden, Vergebung, Versöhnung. Immer.
Das ist nicht naiv und macht uns auch
nicht blind.
Krieg kennt nur Opfer, immer auf
beiden Seiten.
Für sie beten wir, wollen und werden aber auch nicht vergessen, wer der
Agressor ist.
Dies ist Putins Krieg!

   Glaube, Liebe, Hoffnung